Mein E-Didaktik Mikroprojekt

Es ist anzumerken, dass ich (noch) kein volles Mandat an einer Hochschule habe. Meine Lektionen halte ich als externer Referent. Trotzdem möchte ich einen Ansatz präsentieren, welcher auch bei meinem Arbeitgeber zum Einsatz kommen kann.

Hintergrund
Im Modul ERP-Systeme wird auch praktisch an einem SAP-System gearbeitet. Das SAP-System steht an der Hochschule Wallis. Es handelt sich um ein vollständiges Schulungssystem (IDES System mit Demodaten) und ist grundsätzlich über das ganze Internet erreichbar.

Im klassischen Unterricht präsentiert der Dozent einen Prozess und teilt seinem Bildschirm am Beamer. Die Studenten haben die SAP Software auf ihrem Notebook installiert und arbeiten gemeinsam am Prozess. Da der Bildschirm des Dozenten immer sichtbar ist, kann sich der Student gut orientieren.

Es gibt aber auch Aufgaben in Gruppen. Die Studenten verteilen sich mit ihren Laptops und lösen eine Aufgabe. Es ist natürlich ganz einfach möglich, die Bildschirme der anderen Teilnehmer zu sehen und bei Fragen und interagieren.

Durch die Corona Situation findet also vorerst kein Präsenzunterricht mehr statt. Es handelt sich um Wirtschaftsinformatikstudenten. Man kann durchaus davon ausgehen, dass diese gegenüber neuer Technologie aufgeschlossen sind. Es gibt diverse Tools, um einen Bildschirm zu teilen, sei es Teams, Adobe Connect oder Zoom.

Gerade in dieser Situation sehe ich aber Probleme. Oftmals ist nur ein Bildschirm vorhanden und so ist es sehr mühsam gleichzeitig dem Dozenten zu folgen und die Aufgabe dann auszuführen.

Frage: Sollten solche Blöcke auf asynchron umgestellt werden? Der Dozent produziert also ein Video. Dies hat den Vorteil, dass der Student es immer wieder anhalten kann und dann die Schritte ausführen kann?

Bei der Gruppenarbeit wäre es kein Problem zusammen ein Meeting mit Teams zu machen.

Frage: Ist die bestehende Lösung der ZHAW, Microsoft Teams, für diese Szenario sinnvoll? Angenommen der Fokus liegt darin möglichst schnell auf andere Bildschirme zu wechseln, kann eine andere Software eingesetzt werden? Sollte eine andere Software die Anforderung besser abdecken können, ist es überhaupt möglich diese Software einzusetzen, oder gibt es technisch oder vertragliche Einschränkungen?

Schliesslich: Die Klausur findet im Computerraum der Hochschule statt. Dabei wird auf einem speziellen SAP System gearbeitet, welches es erschwert von anderen «abzuschreiben». Zusätzlich soll verhindert werden, dass die Teilnehmer kommunizieren (Via Chat), allerdings ist es zum Beispiel erlaubt die Online-Hilfe von SAP zu benutzen.
Es ist einfach zu sehen, ob ein Student im «Prüfungsmodus» ist. Wie üblich bei einer Klausur, ist der Dozent anwesend und kann die Massnahmen ebenfalls kontrollieren.

Frage: Muss die Art wie der Stoff geprüft wird, komplett geändert werden? Oder ist dies nur mit einer Art «Totalüberwachung» möglich? Würden die Klausurteilnehmer es akzeptieren, dass Software auf ihrem privaten Notebook installiert wird, welche teilweise über erweiterte Berechtigungen verfügen muss?

Präzisierung: Ich möchte ein Konzept als Mikroprojekt vorlegen aber noch keine fixfertige Lösung. Gerade bei der Frage über den Leistungsnachweis müsste auch programmiert werden was die Dimensionen sprengen würde. 

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